Anleitung für eine erotische Massage zu Hause

Anleitung erotische Massage
Erotische Massage eines Paares – die Frau führt eine Brustmassage bzw. Oberkörpermassage des Mannes durch.

Eine erotische Massage zu Hause sorgt für Entspannung, erotische Emotionen und sexuelle Fantasien. Mit der folgenden Anleitung und einigen Tipps wollen wir dir eine wertvolle Hilfe zur selbständigen Durchführung einer erotischen Massage geben. Am besten führst du die erotische Massage als Partnermassage durch.

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Wenn du magst, kannst du uns auch deine Anleitung für eine erotische Massage senden: Wie hast du deinen Partner massiert – oder wie wurdest du massiert? Wir veröffentlichen deinen kleinen Bericht gerne (wenn gewünscht anonym). So können wir noch mehr Anregungen zugänglich machen.

Erotische Massage ist nicht gleich Vorspiel

Die erotische Massage (Erotikmassage) ist nicht zwangsläufig ein Vorspiel für den Geschlechtsverkehr! Das würde falsche Erwartungen wecken und den Einsatzbereich sehr begrenzen. Es geht um den Ausdruck von Zuneigung in einer intimen Atmosphäre, vertraute Berührungen und darum, Abstand vom Alltag zu gewinnen.

Wenn dein Partner dich immer nur erotisch massiert, um anschließend die „Belohnung“ zu kassieren, wäre das wenig entspannend. Du würdest dich vielleicht erst gar nicht massieren lassen wollen, weil dir gerade nicht nach mehr ist. Wenn das Ergebnis der erotischen Massage offen bleibt, kannst du gedankenfrei entspannen und fantasieren – darum geht es in erster Linie.

Die Massagevorbereitung – ein oft unterschätzter Erfolgfaktor

Entspannung pur
Eine junge Frau entspannt während einer Massage in schönem Ambiente: Räucherduft, Hot Stones und eine Schale sind zu sehen.

Die Massagevorbereitung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die erotische Massage. Hier geht es um eine angenehme Raumtemperatur, eine bequeme Liegeposition, Duft, Kerzenschein und passende Entspannungsmusik.

In dem gleichnamigen Artikel erhältst du weitere Tipps für die Massagevorbereitung. Die erotische Massage wird nämlich ähnlich vorbereitet wie Entspannungsmassagen: ruhig, warm, sicher – und ohne Störungen.

Mini-Checkliste für die Vorbereitung

  • Wärme: lieber etwas wärmer als sonst (kalte Haut spannt schneller an).
  • Unterlage: Bett, Sofa oder Matte – Hauptsache stabil und bequem. Handtuch oder Laken schützt vor Öl.
  • Öl: griffbereit (und ggf. leicht angewärmt, z. B. in warmem Wasserbad).
  • Licht: gedimmt, aber nicht stockdunkel – Sicherheit & Orientierung bleiben wichtig.
  • Störungen aus: Handy lautlos, Klingel aus, Kinder/Haustiere versorgt, damit du nicht rausgerissen wirst.
  • Aftercare: Wasser, Decke, Taschentücher – damit ihr danach entspannt ausklingen lassen könnt.

Kommunikation & Grenzen: damit es wirklich gut wird

Erotische Massage lebt von Vertrauen. Und Vertrauen entsteht, wenn Grenzen klar sind. Das klingt unsexy, ist aber das Fundament, damit sich beide fallen lassen können.

So klappt’s ohne „Romantik-Killer“:

  • Vorher kurz absprechen: „Heute eher sanft oder etwas intensiver?“ – „Gibt es Stellen, die du heute nicht willst?“
  • Stopp-Signal: Ein klares „Stopp“ (oder ein Safeword) wird sofort akzeptiert – ohne Diskussion.
  • Skala: „0 = perfekt, 10 = zu viel“ hilft dir, Druck/Tempo schnell anzupassen.
  • Einverständnis unterwegs: Wenn du dich intimeren Regionen näherst, frag kurz: „Ist das okay, wenn ich weiter nach unten gehe?“

Das Ziel ist nicht, „alles richtig“ zu machen – sondern gemeinsam zu spüren, was sich gut anfühlt.

Entspannungsmassage als Einstieg

Vor einer erotischen Massage solltest du deinen Partner mit einer Entspannungsmassage verwöhnen. Frag nach dem aktuellen Befinden und eventuellen Verspannungen, sodass du darauf gezielt reagieren kannst.

Die folgende Auflistung gibt dir ein paar Ideen, welche Entspannungsmassage du neben einer klassischen Massage noch durchführen könntest:

Wir von MASSAGE-EXPERT sind große Fans der Hot Stone Massage, weil sie eine einzigartige Kombination aus Wärmebehandlung und wohltuenden Massagegriffen ist.

Während der Entspannungsmassage kannst du dich schon langsam an die erogenen Zonen herantasten. Führe doch zum Beispiel einen Massageroller oder einen Hot Stone über den Po deines Massagegastes bzw. Partners. Eine genauere Anleitung zu den einzelnen Massagen findest du in der Kategorie Massageanleitung in diesem Portal.

Anleitung erotische Massage

Die folgende Anleitung ist lediglich als Beispiel zu verstehen. Sie soll dir Anregungen geben und zum Probieren motivieren. Wir veröffentlichen auch gerne deine „Massagegeschichte“, um den Lesern noch mehr Beispiele zu geben.

Die erotische Massage mit überwiegend sanften Massagegriffen

Die erotische Massage kann unterschiedliche Intensitäten haben – von sehr sinnlich und weich bis hin zu „kratzbürstig“ und hart. Leite am besten von der vorherigen Entspannungsmassage allmählich über zur erotischen Massage. Den Zeitpunkt dafür kannst du leicht an der Reaktion deines Partners ablesen: Ist die Atmung ruhig und das Gesicht entspannt, kann es jederzeit losgehen.

Sanfte, sinnliche Massagen werden von streichenden und kreisenden Bewegungen dominiert. Du baust relativ wenig Druck auf, und die Finger sollten nicht in die Muskeln gepresst werden. Verwende am besten Massageöl (z. B. Mandelöl), um die streichenden Bewegungen so einfach wie möglich zu machen.

Es lohnt sich, häufiger nach dem Empfinden deines Partners zu fragen oder vorher ein Zeichen zu vereinbaren, das eine unangenehme Ausführung zum Ausdruck bringt.

Herantasten an die erogenen Zonen

Pomassage
Die Pomassage ist eine Intimmassage bzw. Erotikmassage

Die eigentliche erotische Massage beginnt mit dem Erreichen der erogenen Zonen. Diese sind nicht nur bei Mann und Frau, sondern auch von Mensch zu Mensch recht unterschiedlich. Außerdem kann sich Empfindsamkeit im Laufe der Zeit bzw. in eurer Partnerschaft verändern: Erogene Zonen verschwinden und kommen neu hinzu – das macht die erotische Massage zu einer spannenden und herausfordernden Angelegenheit.

Am besten startest du in Bauchlage. Diese Position hält nur wenige intime Bereiche offen und ist für den Massagegast vertrauter – er fühlt sich geschützt und lässt sich so gerne Schritt für Schritt an die intimeren Zonen heranführen.

Erotikmassage
Erotikmassage zwischen Mann und Frau

Die Geschlechtsteile werden oft als besonders erogene Zonen angesehen. Es wird viel Vertrauen verlangt, um sich dort erotisch massieren zu lassen. Als Faustformel gilt daher: Näher dich während der erotischen Massage diesen Regionen immer weiter an. Das heißt nicht, dass flüchtige Berührungen nicht auch schon viel früher möglich sind – sie gehören zum „Spiel mit den Reizen“ dazu. Lösen erste Berührungen manchmal nur Kitzeln aus, sind es häufig genau diese Stellen, die zu sexuellen Fantasien anregen und erotische Emotionen steigern.

Taste dich durch flächige Streichungen mit der ganzen Hand und nur flüchtige Berührungen Stück für Stück an den Kern der erogenen Zone heran. Auch eine Pause – z. B. durch einen Wechsel zu einer anderen Körperstelle – ist eine Form des Herantastens an eine empfindliche Region.

Fantasie und Einfühlvermögen

Fantasie und Einfühlvermögen sind das A und O bei der erotischen Massage. Denn woher soll eine Anleitung wissen, wo sich die erogenen Zonen deines Partners befinden? Diese können praktisch überall auf dem Körper liegen. Du wirst mit der Zeit automatisch zum „Experten“ für die Massage deines Partners – und genau das macht den Reiz aus.

Stell dir stets vor, wie die Massage auf dich wirken würde. Lass dir während und nach der erotischen Massage Feedback geben, um die Feinheiten weiter abzustimmen. Und ein ganz heißer Tipp: Lass dich auch einmal von deinem Partner massieren – denn oft massiert man anfangs so, wie man selbst massiert werden möchte.

Schritt-für-Schritt: ein bewährter Ablauf (ohne Stress, ohne Druck)

Wenn du einen roten Faden brauchst, hilft dir dieser Ablauf. Du kannst ihn jederzeit anpassen – und auch mitten drin „abbiegen“, wenn du merkst, dass dein Partner etwas anderes gerade mehr genießt.

1) Ankommen (1–3 Minuten)

Lege beide Hände ruhig auf den Rücken deines Partners, ohne direkt zu „arbeiten“. Atme langsam. Diese kurze Ruhephase signalisiert: Jetzt beginnt eine andere Zeit. Viele unterschätzen, wie stark allein diese Ruhe die Erregung und Entspannung steigert.

2) Rücken & Schultern (5–10 Minuten)

Starte mit langen, ruhigen Streichungen vom unteren Rücken über die Flanken bis zu den Schultern. Dann arbeite dich mit kreisenden Bewegungen in den Schulterbereich vor. Der Nacken ist oft sehr empfänglich – aber auch sensibel. Lieber sanft anfangen und den Druck langsam erhöhen, wenn dein Partner es mag.

Tipp: Nutze den Handballen für breite, warme Bewegungen. Deine Finger sind eher für feine Details da – nicht zum „bohren“.

3) Arme & Hände (3–6 Minuten)

Arme werden bei erotischen Massagen oft vergessen, obwohl sie stark entspannen. Streich von der Schulter Richtung Handgelenk, massiere die Innenarme sanft (dort ist die Haut häufig empfindlicher) und nimm dir kurz Zeit für die Handflächen und Finger.

4) Beine & Füße (5–10 Minuten)

Streichungen über Oberschenkel und Waden wirken erdend und beruhigend. Du kannst dich dabei langsam Richtung Innenseite der Oberschenkel bewegen – nicht direkt „zielstrebig“, sondern spielerisch, als würdest du die Route absichtlich variieren.

Wichtig: Innenseiten sind oft sehr empfindlich. Hier ist weniger Druck meist mehr Wirkung.

5) Po & Hüfte (3–7 Minuten)

Die Po-Muskulatur kann kräftiger massiert werden, weil sie viel Spannung trägt. Gleichzeitig ist der Po eine klassische Brücke zwischen Entspannung und Erotik. Streiche, kreise, wechsle zwischen breiten Handflächen und sanfteren Fingerspitzen – und achte auf Reaktionen: Atem, Geräusche, Körperspannung.

6) Vorderseite: Brust, Bauch, Hals (optional, wenn ihr wechseln wollt)

Wenn dein Partner sich umdreht, beginnt ein neues Kapitel. Brust und Bauch sind häufig sehr sinnlich, weil sie nahe am „Inneren“ sind: Atmung, Herzschlag, Nähe. Arbeite langsam, mit wenig Öl (zu viel Öl auf Bauch kann „rutschig“ und kitzelig werden). Am Hals lieber streicheln als drücken.

Das Spiel mit Tempo, Druck und Überraschung

Bei erotischer Massage geht es nicht nur um „wo“, sondern besonders um „wie“.

  • Tempo: Sehr langsame Bewegungen wirken oft intensiver als schnelle.
  • Druck: Wechsel zwischen federleicht und etwas fester (wenn dein Partner es mag).
  • Rhythmus: Wiederholungen beruhigen – kleine Variationen halten die Spannung.
  • Pausen: Kurz anhalten, Hände ruhen lassen, dann weitermachen – das kann überraschend erotisch sein.

Intimität ohne Überforderung: so näherst du dich sicher an

Der häufigste Fehler ist, zu schnell zu „viel“ zu wollen. Besser: langsam steigern, Rückmeldungen nutzen, und jederzeit zurückschalten können.

Eine einfache Regel: Wenn du merkst, dass dein Partner sich anspannt, geh einen Schritt zurück (weniger Druck, weniger Nähe, ruhigere Bewegungen). Wenn er sich sichtbar entspannt, kannst du dich wieder vorsichtig vorantasten.

Was du vermeiden solltest (damit es nicht kippt)

  • Kalte Hände: lieber kurz anwärmen (reiben, warmes Wasser).
  • Zu viel Öl auf einmal: dann fehlt Reibung – und Reibung ist für viele Teil der Sinnlichkeit.
  • „Zielorientiert“ werden: wenn es wirkt wie ein Plan, entsteht Druck.
  • Kitzeln erzwingen: wenn jemand kitzlig ist, lieber großflächiger und langsamer arbeiten.
  • Schmerz ignorieren: erotisch ist nur, was sich gut anfühlt. Schmerz ist ein Stopp-Signal.

Aftercare: das unterschätzte Finale

Nach einer erotischen Massage fühlen sich manche sehr ruhig, andere emotional offen oder „weich“. Das ist normal – Nähe kann viel auslösen. Ein paar Minuten Nachruhe machen oft den Unterschied zwischen „war nett“ und „war richtig verbindend“.

  • Decke drüber: Wärme hält die Entspannung.
  • Wasser anbieten: Öl, Wärme und Erregung können durstig machen.
  • Kurz austauschen: „Was hat dir besonders gefallen?“ – „Was soll ich nächstes Mal anders machen?“

Bonus: Ideen für Abwechslung (ohne gleich alles umzuschmeißen)

  • Temperatur-Spiel: warmes Öl, warme Hände, kurz ein warmes Handtuch (nicht heiß!).
  • Wechsel der Berührung: Handfläche, Handrücken, Fingerspitzen – ohne „kratzen“.
  • Augen schließen: weniger sehen, mehr fühlen (nur wenn dein Partner sich damit wohlfühlt).
  • Kurze Rollenwechsel: 5 Minuten massierst du, 2 Minuten lässt du dich massieren – das kann sehr verbindend sein.

Zum Schluss: deine Massage darf „echt“ sein

Du musst keine perfekte Technik beherrschen. Erotische Massage ist vor allem Aufmerksamkeit: Du bist da, du nimmst wahr, du reagierst. Je mehr du dich traust, langsam zu werden, zu hören, zu fühlen und nachzufragen, desto besser wird es – für euch beide.

Wenn du willst, schick uns gern deinen kleinen Erfahrungsbericht: Was hat funktioniert, was war überraschend, welche Stelle war der „Aha-Moment“? Wir veröffentlichen deinen Bericht auf Wunsch anonym – und helfen damit anderen Paaren, neue Ideen zu bekommen.

MH

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