Spermien: Bestandteil des Spermas, welche als männliche Keimzellen der Befruchtung der weiblichen Eizelle dienen

SpermienSpermien bezeichnen die männlichen Keimzellen. Sie sind der wichtigste Bestandteil des Spermas und dienen – über die Befruchtung der weiblichen Eizelle – der Fortpflanzung.(1)

Spermien (Singular Spermium) werden auch als Samenzellen, Samenfaden, Spermatozoide oder Spermatozoonen bezeichnet.

Ein Spermium ist eine selbstständig mobile, herangereifte Keimzelle.

Der Begriff Spermium grenzt sich deutlich vom Sperma ab, denn Sperma setzt sich neben der Samenflüssigkeit und Zellen der Hodenkanälchen aus Spermien zusammen. Entsprechend sind Samenzellen ein Bestandteil des Spermas.

Männliche Keimzellen werden als Spermatien bezeichnet, wenn sie nicht über eine selbstständige Mobilität verfügen. (2)

Aufbau des Spermiums

Gereifte Spermien ähneln äußerlich – aufgrund der charakteristischen Form samt Kopfteil und Schwanz – einer Kaulquappe. (3)

Im Gegensatz zur Eizelle sind Spermien – die in den Samenkanälchen der Hoden hergestellt werden – wesentlich kleiner. Das liegt daran, dass sie nicht wie für Eizellen charakteristisch, größere Mengen an Plasma und dotterhaltige Nährstoffreserven besitzen. (1)

Menschliche Spermien sind fadenförmige Zellen, die ungefähr 0,05 Millimeter groß sind.

Der charakteristische Aufbau des Spermiums besteht aus drei Teilen

Kopfteil: dieser erste Abschnitt enthält Chromosomen und Enzyme, die in der Lage sind, die Membran der Eizelle zu durchbrechen

Mittelstück: im mittleren Bereich befinden sich die Mitochondrien (Kraftlager der Zellen), die für ausreichend Energie zur Mobilisierung der Spermien sorgen

Schwanz: am Ende des Spermiums sitzt die bewegliche Geißel, welche die Fortbewegung steuert. (1)

Der Schwanz, der auch als Flagellum bezeichnet wird – ermöglicht dem Spermium, innerhalb einer Minute mehrere Zentimeter voranzukommen. (3)

Produktion der Spermien

Produktion von SpermienIm Rahmen der Spermatogenese (Bildung der männlichen Keimzellen) reifen die Spermien in den Hoden heran. (2)

Die Produktion der Spermien startet bereits pränatal (vor der Geburt) und dauert in der Regel bis zum Lebensende.

Während der pränatalen Phase und während der Pubertät bilden sich die als Spermatogonen oder als Stammspermatogonen bezeichnete Spermien aus den Stammzellen des Hodens.

Im Anschluss an die Pubertät entstehen aus den Spermatogonen im Rahmen der Zellvergrößerung die sogenannten Spermatocyten. (4)

Während der größte Anteil des Spermas (zwischen 50 und 80 Prozent) aus der Glandula vesiculosa (Bläschendrüse) stammt, kommt der Rest aus der Prostata (Vorsteherdrüse).

Im Anschluss an die Spermatogenese werden die Samenfäden in den Nebenhoden aufbewahrt, bevor sie über den Samenleiter und die Harnröhre beim männlichen Orgasmus als Teil des Spermas ausgestoßen werden. (2)

Von der Produktion bis zum Gelangen des Ejakulats vergehen insgesamt ca. 70 Tage: zunächst dauert es ca. 64 Tage, bis sich ein Spermium aus der Stammzelle entwickelt hat.

Im Anschluss vergehen nochmals zwischen zwei und elf Tage, bis die Spermien in den Nebenhoden reifen und ins Sperma gelangen. (3)

Funktionen der Spermien

Spermien zur ReproduktionSamenfäden dienen der Befruchtung der weiblichen Eizelle, um Nachkommen zu erzeugen. (2)

Die Spermien werden im Rahmen des männlichen Orgasmus mit dem Sperma aus dem Penis geschleudert.

Falls die Keimzellen des Mannes auf eine weibliche Eizelle treffen, kann es über eine anschließende Befruchtung zu einer Schwangerschaft kommen.

Im ausgestoßenen Sperma bzw. Ejakulat – in einer Menge von ca. zwei bis sechs Milliliter – befinden sich zwischen 20 und 150 Millionen Spermien. (1)

Gelangen die Spermien in die Vagina der Frau, gelingt nur ein kleiner Teil der Samenfäden über den weiblichen Eileiter zur Eizelle.

Aufgrund zahlreicher Hindernisse kommen nur ca. 300 Spermien in Kontakt mit der befruchtungsfähigen Eizelle. Letztere lässt sich allerdings nur von einem einzigen Spermium befruchten.

Nach der Befruchtung, bei der der Inhalt des Spermiumkopfes in die Eizelle eindringt, wird diese zur sogenannten Zygote (befruchtete Eizelle). (5)


Quellenverzeichnis

  1. Flexikon.doccheck.com: Spermium, https://flexikon.doccheck.com/de/Spermium, abgerufen am 18. Januar 2019
  2. Wikipedia.de: Spermium, https://de.wikipedia.org/wiki/Spermium, abgerufen am 18. Januar 2019
  3. Planet-Wissen.de: Spermium,https://www.planet-wissen.de/natur/anatomie_des_menschen/schwangerschaft/pwiedasspermium100.html, abgerufen am 18. Januar 2019
  4. Wikipedia.de: Spermatogenese, https://de.wikipedia.org/wiki/Spermatogenese, abgerufen am 18. Januar 2019
  5. Flexikon.doccheck.com: Sperma,https://flexikon.doccheck.com/de/Sperma, abgerufen am 18. Januar 2019

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