Erektion: Aufrichtung des Penis in Folge sexueller Erregung

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Erektion eines MannesUnter einer Erektion (lat. erectio, „Aufrichtung“) versteht man das steif werden des männlichen Glieds, indem sich die Schwellkörper des Penis mit Blut füllen. Diese Aufrichtung kann entweder spontan, oder in Folge von mechanischen oder psychischen Reizen im Rahmen von sexueller Erregung geschehen.

Neben dem männlichen Geschlechtsteil ist ebenfalls die Klitoris dazu in der Lage anzuschwellen. (1)

Physiologische Grundlagen

Das Erigieren des Gliedes wird normalerweise in Folge sexueller Erregung durch das Erektionszentrums ausgelöst, welches im unteren Rückenmark sitzt.  Hierbei spielen psychische Reize und erotische Wahrnehmungen eine entscheidende Rolle. Des Weiteren  kann die Erektion natürlich auch direkt über durch mechanische Stimulation von Penis und Hoden ausgelöst werden.  Das Erektionszentrum sendet dann entsprechende Signale, welche die Schwellkörper des Gliedes mit Blut füllen lässt.

Die Erektion ist Voraussetzungen für das Eindringen des Penis in die Vagina beim Geschlechtsverkehr. Beim Füllen der Schwellkörper im Penis kann dieser (im Vergleich zum Ruhezustand) bis auf die zwei- oder vierfache Länge anwachsen. Der Durchmesser kann sich bis auf das anderthalb- bis dreifache vergrößern, wobei die genannten Werte von Mann zu Mann sehr unterschiedlich ausfallen können. (1)

Erektionsmechanismus

Bei der Erektion werden die Schwellkörper mit Blut gefülltBei der Erektion des Penis werden Schwellkörper, vor allem der Penisschwellkörper (Corpus cavernosum penis) mit Blut gefüllt. Dabei öffnen sich im Penisschwellkörper durch Signale des Parasympathikus die sogenannten „Rankenarterien“, welche zu den Sperrarterien zählen. (1)

Die Gefäßweite der Sperrarterien kann durch Verengung bzw. Weitung der Muskulatur in der Arterienwand gedrosselt oder vergrößert werden. Im Penis öffnen sich so die Sperrarterien bei sexueller Erregung, was dann zur Füllung der Schwellkörper führt. (2)

Nach Öffnung der Rankenarterien beginnt die Versteifungsphase. Hier übt der Musculus ischiocavernosus, welcher sich auf Höhe des Damms befindet, Druck auf den Penisschwellkörper aus. (3)

Durch die Kompression des Corpus cavernosum erhöht sich der Blutdruck im Penis, was zu einer zusätzlichen Verhärtung führt. Zudem wird durch die Verdichtung der venöse Blutabfluss gehemmt, was die Erektion zusätzlich unterstützt. (1)

Anders als beim Penisschwellkörper werden der Eichel– und der Harnröhrenschwellkörper auch im nicht erigierten Zustand von Blut durchströmt. Während der Erektion wird auch hier der Abfluss des Blutes über einen Muskel (Musculus bulbospongiosus) gedrosselt, was unter anderem zur Vergrößerung der Eichel führt. Die Blutzufuhr wird hier nicht ganz abgeschnürt, da ein zweiter Abfluss durch über eine andere Vene (Vena dorsalis penis) gewährleistet wird. Hierdurch lassen sich beide Schwellkörper auch im erigierten Zustand weiterhin eindrücken. (1)

Nach dem Orgasmus bzw. bei nachlassender sexueller Erregung erschlafft das Glied dann allmählich und das Blut strömt aus den Schwellkörpern. Das Abschwellen des Penis und die Zeitspanne bis zur nächsten möglichen Erektion nennt man Refraktärphase. (1)

Weibliche Erektion

Anschwellen der Schamlippen bei weiblicher ErektionBei sexueller Erregung können auch Klitoris und Schamlippen anschwellen. Dabei kann die Vergrößerung der Schamlippen zu einer teilweisen Öffnung der Vulva führen. (1)

Während der Erregungsphase nimmt die Klitoris an Größe und Umfang zu, wodurch sie etwas mehr hervorsteht. Während der Plateauphase im Geschlechtsakt verengt sich dann der vordere Teil der Scheide, was für den Mann sehr erregend sein kann. Kurz vor dem Orgasmus kommt es dann zu rhythmischen Zuckungen des äußeren Scheidendrittels, bis sich nach dem Höhepunkt wieder alle Muskeln entspannen und das Blut abfließen kann. (4)

Erektile Dysfunktion

Wenn es bei Männern zu Erektionsstörungen kommt, können entweder körperliche, aber auch psychische Probleme Ursachen der Beschwerden sein.

Die häufigste körperliche Ursache im Falle einer erektilen Dysfunktion ist eine gestörte Durchblutung des Penis. Zudem kann eine Schädigung der Penismuskulatur Ursache der Beschwerden sein.

Im Falle von Durchblutungsstörungen kommt, beispielsweise bei Gefäßverkalkungen, zu wenig Blut im Penis an, oder das Blut fließt zu schnell wieder ab, um die Erektion zu halten. (5)

Durch einen ungesunden Lebensstil vergrößert sich das Risiko, eine erektile Dysfunktion zu entwickeln: So würde etwa Rauchen, ein Mangel an Bewegung, sowie Übergewicht (beispielsweise in Folge ungesunder Ernährung) den Gefäßen im Körper zusetzen, und somit gleichzeitig das Risiko von Erektionsstörungen begünstigen.

Da Erektionsprobleme oft Vorboten von schwerwiegenderen Gefäßerkrankungen sein können, ist es in dem Falle ratsam, einen Termin beim Arzt zu vereinbaren.

Neben den körperlichen Ursachen können auch psychische Faktoren wie Stress, Ängste und Depressionen Auslöser für das Aussetzen der Erektion sein. (5)


Quellenverzeichnis

  1. Wikipedia.de: Erektion, https://de.wikipedia.org/wiki/Erektion, aufgerufen am 02.02.2019
  2. Wikipedia.de: Sperrarterie, https://de.wikipedia.org/wiki/Sperrarterie, aufgerufen am 06.02.2019
  3. Wikipedia.de: Musculus ischiocavernosus, https://de.wikipedia.org/wiki/Musculus_ischiocavernosus, aufgerufen am 06.02.2019
  4. Netdoktor.at: Sexuelle Erregung der Frau, https://www.netdoktor.at/gesundheit/frauen/sexuelle-erregung-der-frau-5811, aufgerufen am 06.02.2019
  5. Apotheken Umschau: Erektily Dysfunktion, https://www.apotheken-umschau.de/Erektile-Dysfunktion/Erektile-Dysfunktion-Ursachen-bei-Maennern-ab-50-Jahren-52924_2.html, aufgerufen am 07.02.2019

 

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