Penismassage: Erotikmassage des männlichen Geschlechtsteils

Penismassage
Penis inklusive Hodensack – Massagebereiche der Penismassage (Foto: Richiex)

Die Penismassage ist eine Erotikmassage des männlichen Geschlechtsteils und dessen angrenzender erogener Zonen wie dem Hodensack, Damm und der Leistengegend. Bei der Penismassage können alle Körperbereiche eingesetzt werden, typischerweise sind es die Hände. Der Geschlechtsverkehr gehört nicht zur Penismassage. Eine besondere Form ist die orale Penismassage.

Die Penismassage wird zur Selbsterforschung, zum Aufbau sexueller Spannung, als Vorspiel zum Geschlechtsverkehr oder zum Herbeiführen einer Ejakulation eingesetzt. Sie eignet sich sowohl als Partnermassage als auch zur Selbstmassage.

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Im Rahmen einer Tantramassage wird die Penismassagen als Lingam-Massage bezeichnet. Dabei werden im Gegensatz hierzu die Ejakulation und der Orgasmus als Ziel der Massage explizit ausgeschlossen.

Funktion und Massagebereiche des Penis

Penis als Fallus-Symbol
Penis als Fallus-Symbol: Herme mit Phallusdarstellung, antikes Griechenland, 520 v. Chr. (Foto: Tetraktys)

Der Penis ist das Begattungsorgan des Mannes. Er dient dazu, die Spermien in den weiblichen Geschlechtstrakt zu befördern. Außerdem dient er zur Ausscheidung des Harns. In vielen Kulturen ist der Penis als Phallus ein bedeutsames Fruchtbarkeitssymbol.

Der Penis des Menschen ist ein röhrenförmiges Organ, das als Verlängerung des Samenleiters dient. Alle nachfolgend genannten Bereiche werden bei der Penismassage mit einbezogen.

Anatomie der Geschlechtsteile beim Mann
Anatomie der Geschlechtsteile beim Mann mit Penis, Hodensack und After (Grafik: Lennert B)

Der Penis beginnt an der sogenannten Peniswurzel. Sie ist über Muskeln und Bänder mit dem Becken verbunden. Daran schließen sich der Penisschaft und die Eichel. Die Eichel ist von einer Vorhaut umgeben, die nach unten hin eine Hautfalte besitzt (das Vorhautbändchen). Am unteren Penisschaft verläuft bis zum Hodensack die Penisnaht.

Anatomie der Penis-Gefäße
Anatomie der Penis-Gefäße (Grafik: Gray’s Anatomy)

Der Penis hat drei Schwellkörper. Bei sexueller Erregung, wie zum Beispiel ausgelöst durch eine Penismassage, füllen sich diese mit Blut, wodurch der Penis größer und hart (steif) wird – es kommt zur Erektion.

  • Die zwei Penisschwellkörper verlaufen auf der Oberseite und sind mittig miteinander verwachsen. Sie sind hauptverantwortlich für die Erektion des Penis bei einer Penismassage.
  • Der Harnröhrenschwellkörper verläuft auf der Unterseite und setzt sich in der Eichel als Eichelschwellkörper fort.

Der Penis wird über die drei Äste der Ateria penis mit Blut versorgt (Arteria dorsalis penis, Arteria profunda penis und Arteria bulbi penis).

Der Penis hat drei Muskeln, die ihn mit dem knöchernen Becken verbinden. Durch das Abschnüren der Venen und pumpende Kompressionen der Penisarterien verstärken sie die Erektion bei einer sexuellen Erregung. Durch rhythmische Kontraktionen stoßen die Penismuskeln das Sperma aus (Ejakulation).

Nervenfasern und deren Reizübertragungen sorgen dafür, dass die Berührungen einer Penismassage wahrgenommen werden. Die hoch-sensitive Eichel wird über den Nervus dorsalis penis mit Nervenfasern versorgt. Die Penishaut (inkl. Vorhaut) ist durch den Ramus genitalis des Nervus genitofemoralis innerviert (mit Nervenzellen durchzogen).

Das vegetative Nervensystem steuert die Schwellkörper und Blutgefäße. Deren parasympathische (nicht vom Willen steuerbaren) Anteile entstammen aus dem Kreuzabschnitt des Rückenmarks und verlaufen über das Beckengeflecht. Sie lösen die Erektion aus.

Bei einer Penismassage werden auch der Hodensack, Damm (Verbindungsstück zwischen Peniswurzel und After) und die Leistengegend einbezogen.

Ablauf einer Penismassage

Für den Ablauf einer Penismassage gibt es keine festgelegten Regeln. Als Intimmassage bietet sich eine Massagevorbereitung wie bei Entspannungsmassagen an: gedämpftes Licht, wohlriechende Düfte, Entspannungsmusik etc. Im Rahmen eines solchen Ambientes lassen sich die Ziele der Penismassage im Allgemeinen leichter erreichen.

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Weiter bietet sich an, bei der Penismassage behutsam vorzugehen, denn es handelt sich um einen sensiblen Körperbereich. Daher werden häufig zunächst Randbereiche massiert und erst nachfolgend der eigentliche Penis. Die Intensität wird im Verlauf der Massage gesteigert und nimmt nach einer möglichen Ejakulation ab.

Massagetechniken der Penismassage

Die Penismassage ist eine sanfte Massageform, denn die Haut ist in diesem Bereich besonders sensitiv, insbesondere die Eichel. Es werden daher bei der Massage vor allem streichende Massagetechniken verwendet.

Bei der Penismassage kann mit allen Körperteilen massiert werden: Body-to-Body (mit dem ganzen Körper), Brüste, Arme, Beine und Hände. Letztere werden typischerweise eingesetzt, weil sie am meisten Kontrolle bieten.

Grundsätzlich kann bei der Penismassage zwischen Massagetechniken mit und ohne Imitation einer Penetration / des Geschlechtsverkehrs unterschieden werden. Body-to-Body-Massagen und Brustmassagen dienen eher großflächigen Streichungen oder eben dieser Imitation.

MH

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